Das Infektiobuch Band 2 befasst sich mit vier Themenbereichen: Reiseerkrankungen, Gastro, Pneumo und Kardio. (Zur Erinnerung: In Band 1 konnte man sich mit Pädiatrie, Neuro, Auge und STDs auseinandersetzen)

Zu Beginn des Buches befindet sich eine An- & Einleitung, in der erklärt wird, was Meditricks überhaupt sind und wie diese aufgebaut werden. Dabei fallen Begriffe wie „Gedächtnispalast“ und „Wissensnetz“, von denen der ein oder andere bestimmt schon gehört hat.

Bei diesem Buch handelt es sich nicht um ein Lehrbuch und ersetzt demnach nicht die Arbeit sich mit den einzelnen Viren, Bakterien, Würmern oder sonstigem auseinanderzusetzen. Wenn man sich dann aber mit den einzelnen Themen schon etwas auskennt, kann man sich durch die kreativ gestalteten „Comics“ die einzelnen Informationen sehr schnell merken und sie bleiben einem durch die witzigen Bilder auch länger im Gedächtnis.

Am Anfang eines Kapitels befindet sich nochmal eine kurze Übersicht, welche Meditricks einen die nächsten Seiten erwarten werden. Zu jedem Bild gibt es zuerst einen kurzen Einstieg in die Geschichte und dann werden der Reihe nach die Punkte „Allgemeines“, „Vorkommen“, „Übertragung“, „Klinik“, „Diagnostik“, „Therapie“ und „Prävention“ erklärt und jeweils mit einem Detail in dem Bild verknüpft. Hierbei steht zum Beispiel das Riff um die Badewanne für Rifampicin, das bei der TBc-Therapie eine wichtige Rolle spielt.

Nach jeweils zwei Meditricks folgt ein kurzes Quiz mit je 7 Fragen, die meist dazu dienen die Einzelheiten des Bildes mit den erklärten Informationen zu verknüpfen.

Außerdem sind zusammenhängende Meditricks über Lernstränge miteinander verbunden, sodass sich gut Gemeinsamkeiten erkennen lassen.

Fazit:

Für alle unter uns, die sich sonst vielleicht selbst Merkbildchen malen, Geschichten ausdenken oder sonst ihre kreative Ader zum Lernen nutzen, sind die Meditricks eine sehr gute Möglichkeit sich die komplexen Krankheitsbilder einzuprägen.

In meinem Fall sind die Meditricks eine große Hilfe, da ich mir sonst immer selbst die verrücktesten Merksprüche überlegt und speziell während Anatomie auch sehr bunt bemalte Arme und Merkbildchen hatte. Die Meditricks sind eine angenehme Möglichkeit zu lernen, da schon nach einmaligem Lesen einiges im Gedächtnis bleibt.

 

Weitere Informationen:

  • Buchtitel: Infektiobuch – Klinische Infektiologie und Mikrobiologie Band 2
  • Autoren: Miriam Seifert, Paul von Pellnitz, Jenny Groten
  • Kategorie: Repetitorium
  • Verlag: Meditricks
  • Auflage: 1. Auflage
  • Umfang(Seitenanzahl): 184
  • ISBN: 978-3946486121
  • Preis: 39 €
  • Datum der Rezension: 20.02.2019
  • RezensentIn: Ulrike Hefele

„Weniger Psych-Hose – mehr Lernen“ ist die Ansage vom neuen Meditricks-Buch, in dem sich alles um Psychopharmaka dreht. Das Buch gliedert sich in die Kapitel Antidepressiva, Psychosen & Antipsychotika, Stimulanzien & Antidementiva, Mood Stabilizer & Antiepileptika, Anxiolytika & Sedativa und Notfälle & Sucht. Im Inhaltsverzeichnis findet man neben den einzelnen Medikamenten bzw. -gruppen auch die Merkbilder in klein dazu. Das finde ich persönlich ziemlich praktisch, weil ich mich häufig an das Bild zu einem bestimmten Thema erinnere, aber doch schon öfter den Namen eines Medikaments oder einer Erkrankung vergessen habe. Der Aufbau zu den einzelnen Medikamenten gleicht dem der bereits erschienen Bücher von Meditricks: Als erstes wird über eine Doppelseite groß das Merkbild dargestellt und darunter mit einigen kurzen Sätzen eingeleitet. Auf den folgenden Seiten werden in einem Fließtext die wichtigsten Informationen zu dem Medikament beschrieben und mit dem jeweiligen Teil im Merkbild verknüpft. Hierbei steht beispielsweise eine traurige kleine Pyramide, die ausgeschlossen in der Ecke steht, für eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer extrapyramidalen Symptomatik kommt oder ein Neuro-Lebkuchen für Neuroleptika. Neben dem Fließtext sind die gerade erwähnten Bildausschnitte auch noch klein abgebildet, so kann man auch schnell nur nach der Bedeutung eines bestimmten Teils im Bild suchen. Für jedes Medikament bzw. Medikamentengruppe finden sich im Fließtext allgemeine Informationen, Indikationen, Anwendungen, eine kurze Übersicht über Pharmakokinetik und dynamik, Nebenwirkungen und Kontraindikationen. Zum Schluss werden in einer QuintessenceTabelle wichtige Informationen nochmal zusammengefasst und man kann sein Wissen mit einigen Fragen überprüfen.

Das Buch ist wunderschön gestaltet und strotzt nur so von Kreativität. Man bemerkt vielleicht schon, ich bin ein Fan von Meditricks. Dennoch habe ich leider doch auch etwas Kritik: In diesem Buch kommen manche Beschreibungen und Erklärungen zu kurz und sind damit etwas unverständlich. Mir ist das vor allem bei Amitryptilin aufgefallen, da ich zu diesem Meditrick das Video von www.meditricks.de noch nicht kannte. Ein Beispiel dafür sind die Scherben neben Amis Bett, die für die Ko-Medikation bei einer Schmerzbehandlung stehen sollen. Vielleicht wäre das mit einer ausführlicheren Erklärung oder evtl. einer Audio-File zu den Bildern im Buch verständlicher.

Fazit:
Ich kann Meditricks absolut jedem weiterempfehlen, der gut mit Eselsbrücken oder generell Bildern lernen kann. Das Buch ist schön gemacht und wird bestimmt einigen das Lernen erleichtern. Ich, für meinen Teil, werde aber bei der Online-Variante bleiben.

 

Weitere Informationen:

  • Buchtitel: Psychopharmaka
  • Autor: Meditricks-Team
  • Kategorie: Merkbilder-Buch
  • Verlag: Meditricks GmbH
  • Auflage: 1. Auflage
  • Umfang (Seitenanzahl): 186
  • ISBN: 978-3946486497
  • Preis: 35€
  • Datum der Rezension: 23.05.2020
  • RezensentIn: Studentin des 8. Semesters

Wie wir es von der BASICS Reihe gewohnt sind, ist das Taschenbuch in einen allgemeinen Teil, der sich mit der pädiatrischen Untersuchung, Wachstum und Entwicklung des Kindes und den Vorsorgeuntersuchungen beschäftigt, und in einen speziellen Teil gegliedert.

Der spezielle Teil umfasst 19 Unterkapitel: von Neonatologie, über Kardiologie und Neurologie, bis hin zu Intoxikation, sind hier alle Fachbereiche beinhaltet. Die einzelnen Unterkapitel sind so aufgebaut, dass alle relevanten Erkrankungen zum zugehörigen Fachbereich aufgelistet sind und die wichtigsten Fakten bezüglich Definition, Klinik und Therapie kurz erklärt werden. Hier ist anzumerken, dass sehr viele Krankheitsbilder auf wenigen Seiten angeschnitten werden. Das ist gut, um sich schnell einen Überblick verschaffen zu können! Wer allerdings nicht viel Vorwissen hat, wird vermutlich viele Begriffe, die ihm/ihr nicht bekannt sind, nachschlagen müssen (in einschlägiger Fachliteratur, oder wie es dann doch meist der Fall ist: im Internet) oder andererseits, weitere Recherche betreiben, wenn man einen tieferen Einblick in die Krankheitsbilder erlangen möchte.

Zum Aufbau der Kapitel ist weiter zu sagen, dass mir die eindrucksvollen Bilder gut gefallen. Es gibt nicht zu jedem Krankheitsbild eine Darstellung, allerdings zu den wichtigsten. Am Ende jeden Kapitels werden die wichtigsten Fakten noch einmal kurz zusammengefasst.

Bei der 4. Auflage enthalten: ein neues Kapitel zum Thema Reanimation. Hier werden die aktuellen Standards mittels Text, Flussdiagrammen und Bildern zur Veranschaulichung dargestellt.

Der vorletzte Abschnitt des Taschenbuchs enthält drei Fallbeispiele, wie sie jedem/jeder bei der pädiatrischen Famulatur begegnen könnten. Diese sind eine interessante und gute Möglichkeit, sich noch mal selbstständig mit dem Gelernten auseinanderzusetzen, um sich zum Beispiel auf besagte Famulatur vorzubereiten.

Im Anhang finden sich Tabellen mit den wichtigsten Normwerten in der Pädiatrie (wichtig, denn unsere kleinen PatientInnen unterschieden sich hier sehr häufig von den alltäglichen, erwachsenen Patientinnen). Außerdem finden wir hier praktische Flussdiagramme zum Vorgehen bei den häufigsten Symptomen in der Pädiatrie.

Alles in allem finde ich es ein sehr gelungenes Buch, was StudentInnen ermöglicht, sich in kurzer Zeit einen sehr guten Überblick über das große Fach Pädiatrie zu verschaffen. Jeder/Jedem sollte allerdings klar sein, dass es sich nicht um ein Lehrbuch handelt, dass jede Krankheit mit allen Details beleuchtet. Fürs KMP Lernen ist es allein denke ich nicht komplett ausreichend, mit den Skripten und Vorlesungsunterlagen zusammen allerdings sehr gut. 

 

Weitere Informationen:

  • Buchtitel: BASICS Pädiatrie
  • Autor: Theresa Förg
  • Kategorie: Sonstiges
  • Verlag: Elsevier
  • Auflage: 4. AUflage
  • Umfang (Seitenanzahl): 150
  • ISBN: 978-3-437-42219-5
  • Preis: 24,00€
  • Datum der Rezension: 25.04.2020
  • RezensentIn: Elena Kircher

Das Buch ist in A4 Format und schaut aus wie alle anderen Bücher der Basics Reihe. Es ist in 3 Kapitel aufgeteilt. Einen Allgemeinen, einen Speziellen Teil und Fallbeispiele. Im Ersten Teil, dem Allgemeinen Teil, werden Grundlagen beschrieben. Es werden Zellen, Gewebe, Erbinformation, Immunabwehr und Erreger in ca. 18 Seiten grob erklärt. Es sind hierbei ca. 1-2 Zeichnungen oder Bilder pro Doppelseite dabei. Dann das Kapitel zur Organdiagnose. Das Kapitel find ich sehr gut, da es einem kurz beschreibt wie man die Diagnose stellen kann. Beim Gastrointestinaltrakt zum Beispiel beschrieben: Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm.

Als nächstes kommt auch schon der spezielle teil. Angefangen mit Fehlbildungen. Es werden hier einfach viele Begriffe geklärt: z.B. Agenesie, Aplasie, Zysten, Stenosen, Syndaktylie und Co.

So geht es fast das ganze Buch so weiter: Atrophie, Hypertrophie, Zellverfettung, Ödem, Nekrose, Hyalinose, Riesenzellen, etc. etc. Teilweise wird der Begriff in einem ganzen Kapitel erklärt. Zum Beispiel bei der Nekrose, mit Nekroseformen deren Folgen und Aussehen. Bei manchen Kapiteln wird auf ein Spezifisches Beispiel kurz eingegangen. Bei Entzündung mit kurzer Erläuterung über die Lobärpneumonie. Nach den 117 leicht gelesenen Seiten kommen 6 Fallbeispiele. Diese sind folgendermaßen aufgebaut: Kurze Fallbeschreibung mit Präparat, dann Fragen mit Antworten darunter.

Fazit: Dieses Buch finde ich gut bevor man sich das dicke Pathobuch holt. Es gibt einem ein gutes Grundverständnis über die wichtigsten Begriffe und Reaktionen. Für ein Mikropathologie Praktikum reicht es jedoch nicht aus, ist aber definitiv hilfreich.

 

Weitere Informationen:

  • Buchtitel: BASCIS Allgemeine Pathologie
  • Autor: Simon Nennstiel
  • Kategorie: Kurzlehrbuch
  • Verlag: Elsevier
  • Auflage: 3. Auflage
  • Umfang (Seitenanzahl): 131
  • ISBN: 978-3-437-42559-2
  • Preis: 24,00€
  • Datum der Rezension: 09.06.2020
  • RezensentIn: Emil Futter

Das Lehrbuch Physiologie gliedert sich in 21 Kapitel und behandelt dabei alle wesentlichen Themen der Physiologie. Jedes Kapitel besteht wiederum aus mehreren Unterkapiteln, was dem Buch insgesamt eine solide Struktur und Übersichtlichkeit verleiht. Zu Beginn jedes Kapitels wird ein dazugehöriges Fallbeispiel vorgestellt und auch sonst ist das Buch mit zahlreichen klinischen Hinweisen bestückt. Es sind außerdem so gut wie auf jeder Seite zum Text passende Abbildung, Tabellen oder Grafiken zu finden, welche sich dazu beitragen, das Gelesene daran nachzuvollziehen oder dieses nochmal zusammen. Wichtige Aspekte bzw. Wörter sind schwarz hervorgehoben und insgesamt ist das Buch recht bunt gestaltet. Am Ende jedes Kapitels befindet sich eine Zusammenfassung und am Ende des Lehrbuchs gibt es ein Glossar, was sich zum Nachschlagen von einzelnen Schlagwörtern eignet.

Das Buch ist insgesamt recht ausführlich und geht auch ins Detail, so sind zum Beispiel den Themen Motorischem und Sensorischem System nahezu 200 Seiten gewidmet, was ja erstmal nach recht viel klingt. Mein Eindruck dabei war aber, dass man durch die gute Übersichtlichkeit des Buches sich nicht erst durch zahlreiche Seiten lesen muss, bis man die Information hat, die man braucht, sondern stets schnell das benötigte findet. Außerdem kann man sich bei diesem Lehrbuch darauf verlassen, dass darin alles behandelt ist, was von der Physiologie im Rahmen des Medizinstudiums relevant ist.

Fazit: Das Buch Physiologie: Das Lehrbuch ist ein Allrounder, welches ein guter Begleiter für den Physiologie-Teil des Medizinstudiums ist und sich auch gut als Nachschlagewerk eignet, somit finde ich auch den Preis dafür voll in Ordnung. Diejenigen, die mit dem Aufbau und der Struktur von Elsevier-Büchern gut zurechtkommen und gut aus Textbüchern lernen können, kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.

 

Weitere Informationen:

  • Buchtitel: Physiologie: Das Lehrbuch    
  • Autor: E.-J. Speckmann, J. Hescheler, R. Köhling
  • Kategorie: Lehrbuch
  • Verlag: Elsevier
  • Auflage: 7. Auflage
  • Umfang (Seitenanzahl): 920 Seiten
  • ISBN: 978-3-437-41358-2
  • Preis: 80,00€
  • Datum der Rezension: 25.11.2020
  • RezensentIn: Studierender des 5. Semesters

Das Malbuch der Anatomie, in der 4. Auflage durch den Elsevier Verlag herausgegeben, ist im Vergleich zu den meisten Werken eines typischen medizinischen Buchregals wohl etwas ungewöhnlich. Denn es ist nicht nur groß, für seinen Inhalt gar schon etwas sperrig, sondern auch – wie der Name nur schwer erraten lässt – ein Malbuch. So wie man es aus vielen anderen Büchern auch kennt befindet sich hier ebenfalls der Wissenstext links und die dazugehörige Abbildung auf der rechten aufgeschlagenen Seite. Nur, dass man die Bilder selbst farblich dekorieren muss, um einen besseren Überblick über die verzweigten und für das ungeschulte Auge eines Nicht-Mediziners teils unübersichtlichen schwarz-weißen Malvorlagen zu bekommen. Am Anfang des Buches werden Farben für bestimmte anatomische Strukturen empfohlen, etwa blau für Venen, gelb für Nerven und rotbraun für Muskeln, doch der künstlerischen Ader eines jeden sind grundsätzlich keine Grenzen gesetzt - solang man natürlich innerhalb der Linien malt.
Die dargestellten Strukturen sind jeweils durchnummeriert und werden auf der dazugehörigen Textseite beschrieben und weiters die main facts der Körperregion beschrieben. Das Buch ist in neun Kapitel und in weitere Subregionen und Organe unterteilt. Die gut 100 Zeichnungen sind im Sobotta-Atlas der Anatomie wiederzufinden, denn da stammen sie ursprünglich her.

Wie gut das Sobotta Malbuch der Anatomie tatsächlich fürs lernen ist, kann diskutiert werden. Denn das Buch verweist „zum Erlernen der vollständigen, systematischen Anatomie“ ja selbst auf gängige Lehrbücher wie etwa den Benninghoff, welche den Stoff ausführlich darlegen. Spaß macht das Ganze dennoch. Den wer sich ans Mandala-Malen aus der Volksschule erinnert, weiß: malen entspannt. Und die Kombination Anatomie lernen und entspannen ist, um ganz ehrlich zu sein, relativ selten zu finden. Man muss sich halt auch die Zeit nehmen, um in höchst filigraner, künstlerischer Konzentration eine Ader mit dem Farbstift zu verfolgen. Hinzu kommt, dass die Wissenstexte zu den Abbildungen sicherlich einen guten Einblick und eine Übersicht darbieten, aber für die tiefer Materie der Anatomie nicht geeignet sind.

Alles in allem würde ich das Malbuch der Anatomie etwa als Geburtstagsgeschenk für jemanden, der bald mit dem Medizinstudium anfängt, empfehlen; vielleicht sogar noch jemandem im ersten Studienjahr, um vor dem kleinen Sezierkurs die Basics in einer angenehmen Art und Weise durchzugehen. Wer von jeweiligen Sezierkursen schon weit entfernt ist, kann sich durch dieses Malbuch möglicherweise sein Wissen wiederauffrischen, doch im wahren KMP-Stress bleibt ein solches Entspann-Buch wohl eher links liegen.

 

Weitere Informationen:

  • Buchtitel: Sobotta Malbuch Anatomie
  • Autor: Oliver Kretz
  • Kategorie: Malbuch, Lehrbuch
  • Verlag: Elsevier
  • Auflage: 4. Auflage
  • Umfang (Seitenanzahl): 216
  • ISBN: 978-3-437-41429-9
  • Preis: €20
  • Datum der Rezension: 02.03.2020
  • RezensentIn: Student des 2. Semesters

Das Feneis‘ Bild-Lexikon der Anatomie dient dem Zweck, die Terminologia Anatomica nach den offiziellen und neuen internationalen Richtlinien darzulegen. Als Nachschlagewerk führt es die lateinischen Begriffe übersichtlich geordnet auf, teilweise mit einer Kurzbeschreibung in einem Zusatzsatz, und verfügt darüber hinweg über die dazugehörigen englischen Begriffe gesammelt am Ende des Buches.
Auch dieses Taschenlehrbuch von Thieme folgt dem gewohnten Format: Text links – Bild rechts. Die über 800 Darstellungen sind zwar in schwarz-weiß, sind aber dennoch recht übersichtlich und anschaulich.
Der große Vorteil des Feneis‘ Lexikon ist, dass es als Taschenbuch um einiges komfortabler zu transportieren ist als etwa ein Prometheus- oder Sobotta-Atlas. Natürlich fehlen die ausführlichen Erklärungen, doch wer im Seziersaal oder in der Klinik schnell einen anatomischen Begriff sucht, ist mit diesem etwa 550 Seiten langen Werk sehr gut bedient.
Wenn man jedoch auf farbige Bilder zum Lernen bestehen sollte, ist wahrscheinlich doch eher der Griff einem anderen Buch zu empfehlen. Dem ist jedoch entgegenzustellen, dass das erstmals 1967 erschienene Lexikon über 8000 Fachbegriffe sowohl in der korrekten lateinischen als auch englischen Form darlegt, wodurch der Umfang der anatomischen Begrifflichkeiten in einem Werk anschaulich gebündelt ist.

Fazit:

Wer noch eine Ergänzung für das medizinische Bücherregal sucht, dem ist dieses Buch als Nachschlagwerk für etwaige anatomische Begriffe zu empfehlen. Vor allem wer Wert auf Genauigkeit legt oder eine anatomische Publikation auf Englisch schreibt, sollte die €40 investieren.

Dennoch bin ich der Meinung, dass das Feneis‘ Bild-Lexikon der Anatomie nicht zum Lernen dient. Und ob man das Buch in den Seziersaal mitnimmt, ist auch zu bezweifeln.
Alles in allem also ein handliches, übersichtliches Lexikon, aber für jemanden, der sich im Bereich der Anatomie nicht übermäßig vertiefen will, eher ein nebensächliches Zusatzwerk.

 

Weitere Informationen:

  • Buchtitel: Feneis‘ Bild-Lexikon der Anantomie
  • Autor: Wolfgang Dauber
  • Kategorie: Taschenlehrbuch, Lexikon
  • Verlag: Thieme
  • Auflage: 11. Auflage
  • Umfang: 568
  • ISBN: 978-3-13-242739-6
  • Preis: 39,99€
  • Datum der Rezension: 20.12.2019
  • RezensentIn: Studierender des 1. Semesters