In der neuesten Auflage „Fallbuch Innere Medizin“, findet ihr 155 Fälle zu den Themen Hämatologie, Kardiologie, Pneumologie, Gastroenterologie, Endokrinologie, Stoffwechselstörungen, Infektiologie, Nephrologie, Störungen des Wasser-Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalts, Angiologie, Rheumatologie und Immunologie. Zwar nur 5 Fälle mehr als in der vorherigen Auflage, aber immerhin.

Das Inhaltsverzeichnis zum einen nach Fachbereich und zum anderen nach Diagnose sortiert, was sich wirklich als sehr praktisch in der Bearbeitung erweist. So kann man die Themen entweder nach Zufallsprinzip durcharbeiten oder sich an konkreten Beispielen diverse Diagnosestellungen näherbringen. Auch ein Sachverzeichnis mit alphabetischer Auflistung findet man am Schluss des Buches, was die gezielte Suche nach wichtigen Begriffen im Buch erleichtert. Im Anhang des Buches findet man eine Tabelle mit Laborwerten und den zugehörigen Normalbereichen.

Die Fachbereiche sind bunt durchgemischt. Die Fälle sind knapp gehalten und beschränken sich auf die notwendigsten Informationen. Sie sind immer wie folgt aufgebaut: Zu Beginn erhält man eine Fallbeschreibung mit den jeweiligen Informationen. Im Anschluss sind drei bis fünf Fragestellungen zu bearbeiten.

Auch der Lösungsteil des Buches, ist sehr strukturiert und informativ gestaltet. Zu jedem Fall erhält man umfassende Beantwortungen sowie Erklärungen der Fragestellungen. Hilfreiche Tabellen, Abbildungen und Kommentare. Zahlreiche Informationen, die beispielsweise Pathogenese, Klinik, Diagnostik und Therapie abdecken, festigen Wissen und Verständnis. Zusätzlich findet man am Ende jeder Lösung eine Liste mit verwandten oder ähnlichen Themen bzw. Diagnosen.

Ebenso angenehm ist der Zugang zur Online-Version des Buches auf „via medici“. Diese ist unbegrenzt online und offline nutzbar.

Leider wurde die vorangegangene Auflage des Öfteren kritisiert aufgrund von teilweise veralteten Informationen. Die neue Version des Buches verspricht jedoch, dass alle Fälle unter Berücksichtigung der aktuellen Leitlinien aktualisiert wurden.

Fazit:

Das Fallbuch ist super um sein Wissenstand zu überprüfen, neues zu lernen und bestehendes Wissen zu festigen. Man kann es Fachbereichsspezifisch bearbeiten oder quer durch die Bank Fälle lösen. Von kniffligen Fällen bis Alltagsfällen ist alles dabei und macht so auch wirklich spaß beim Durcharbeiten. Es eignet sich auch sehr gut zum Lernen in Kleingruppen. Man kann die Fälle gemeinsam bearbeiten oder einfach nur die Lösungen zusammen diskutieren. Aufgrund der ausführlichen Zusatzinformationen werden Zusammenhänge aufgezeigt, was das Verständnis zusätzlich erleichtert.

Ein Prüfungsorientiertes Buch mit vielen nützlichen Tipps. Daumen hoch!

 

Weitere Informationen:

  • Buchtitel:  Fallbuch Innere Medizin
  • Autor: Bernhard Hellmich
  • Kategorie: Sonstiges
  • Verlag: Thieme
  • Auflage: 6. Auflage
  • Umfang (Seitenanzahl): 460
  • ISBN: 978-3-13-243202-4
  • Preis: 49,99€ [D]
  • Datum der Rezension: 28.10.2020
  • RezensentIn: Nadja Ladner

Das Buch „Biochemie hoch2“ ist ein sehr umfangreiches Lehrbuch, das eine große Bandbreite von Themen auf molekularer Ebene behandelt. Trotzdem bleibt es auf einem Niveau, das für das Human- und Zahnmedizinstudium relevant ist, ohne dabei zu sehr in die Tiefe zu gehen.
So werden Themen nicht nur auf rein theoretischer Basis besprochen, sondern es wird ein Bezug zur klinischen Praxis mit Symptom und Therapiemöglichkeiten hergestellt und der biochemische Zusammenhang erläutert.
Von der grundlegenden evolutionären Entwicklung von biochemischen Funktionseinheiten (wie etwa der Zelle), über physiologische Vorgänge (beispielsweise der Immunabwehr), bis zu der Thematik des wissenschaftlichen Arbeitens, ist in diesem Werk alles enthalten.
Während des Entstehungsprozesses des Buches wurde von den Autor/innen großer Wert darauf gelegt, alle neuen Forschungsergebnisse einzubringen. Dennoch bleibt es für die Leser/innen leicht verständlich und gut nachvollziehbar. Hinzu kommt, dass alle Kapitel mit einer Vielzahl von Darstellungen und Abbildungen ausgeschmückt sind, um das Lernen von komplexen Themen bestmöglich zu gewähren.
Das Lehrbuch bietet bei noch so komplizierten Inhalten verlässlich am Seitenrand eine übersichtliche Zusammenfassung der wichtigsten Punkte des Lernstoffes.
Am Ende jedes Kapitels stellt das Buch  einige Übungsfragen plus Lösungstipps an die/den  Studierende/n über den zuletzt gelernten Inhalt.  

Fazit: Wer nach einem mehr als ausgiebigen Lehrbuch für Biochemie sucht, ein eher lockeres Geldbörserl hat und eine optimale Prüfungsvorbereitung wünscht, ist bei diesem Werk an der richtigen Adresse. Mit seiner studierendenfreundlichen Gestaltung sollte jede/r zukünftige Mediziner/in jegliche Prüfungen gut bestehen können.
Dennoch bleibt dieser Wälzer nicht vollends kritikfrei. Seine Größe und eindrucksvolle Seitenanzahl spiegelt sich in mehreren Problemen wider. Einerseits ist es dadurch eher unanhadlich und mehr für den Heimgebrauch als den Transport geeignet. Andererseits ist der dünne Kartoneinband kein guter Schutz und selbst sehr anfällig für Abnützungserscheinungen im Vergleich zu Hardcoverbüchern, wodurch es insgesamt instabil wird.
Nichtsdestotrotz ist es meiner Meinung nach ein sehr empfehlenswertes Werk, welches ich nur jedem mit guten Gewissen weitervermitteln kann.

 

Weitere Informationen:

  • Buchtitel:  Biochemie hoch2 und Molekularbiologie
  • Autor: Prof. Dr. rer. Nat. Regina Fluhrer, Prof. Dr. Wolfgang Hampe
  • Kategorie: Lehrbuch
  • Verlag: Elsevier GmbH
  • Auflage: 1
  • Umfang (Seitenanzahl): 812
  • ISBN: 978-3-437-43431-0
  • Preis: 65,00€
  • Datum der Rezension: 23.01.2021
  • RezensentIn: Leo Walder

Dieses sehr kompakte Urologie Buch setzt sich aus drei Teilen zusammen; und zwar aus einem allgemeinen Teil, einem speziellen Teil und drei Fallbeispielen.

Im Allgemeinen Teil findet man Grundlagen zur Embryologie und Anatomie der männlichen Geschlechtsorgane und zum Thema Anamnese, Diagnostik und grundlegenden Therapien in der Urologie.

Der Spezielle Teil befasst sich mit den gängigsten Krankheitsbildern der Urologie und ist übersichtlich in Kategorien gegliedert (bspw.: „Störungen der Harnentleerung“ oder „Hämaturie“). Diese Krankheitsbilder werden jeweils auf ca. zwei bis drei Seiten bezüglich ihrer Ätiologie, Epidemiologie, Klinik, Diagnostik und Therapie beschrieben. Ergänzend findet man auf fast jeder Seite ein Bild, Schaubild oder eine Tabelle mit nützlichen Infos oder zur Veranschaulichung. Besonders wichtige Informationen sind - durch eine Umrahmung gekennzeichnet - nicht zu übersehen und am Ende jedes Krankheitsbilds findet man eine kurze stichpunktartige Zusammenfassung. Durch den eher kleinen Umfang des Buches werden die Krankheitsbilder entsprechend oberflächlich behandelt, was teilweise Fragen aufwirft bzw. weitere Recherche nötig macht. 

Der letzte Teil des Buches besteht aus einigen Fallbeispielen. Auch diese sind wieder in Kategorien aufgeteilt: Hodenschmerzen, Flankenschmerzen und Hämaturie. Pro Kategorie findet man drei kurze Fallbeschreibungen mit vier bis fünf Übungsfragen und deren Lösungen. Neben der kleinen Zahl an Fallbeispielen stört mich hier vor allem die Tatsache, dass die Lösungen immer direkt nach den Fragen stehen und man so fast keine Chance zur Selbstüberprüfung bekommt. Besser fände ich, wenn die Lösungen gesammelt auf einer anderen Seite zu finden wären.

Fazit: Ein sehr kompaktes Buch, das wirklich nur einen groben Überblick gibt. Für die Prüfungsvorbereitung ist es meiner Meinung nach nicht genügend, für eine Famulatur oder als Vorbereitung auf einen KPJ-Teil zumindest mal ein guter Start. Für die Behandlung von Patienten ist das Wissen, das man sich mit diesem Buch aneignen kann, jedoch meiner Meinung nach nicht ausreichend. Das Design und der Aufbau sind trotzdem sehr ansprechend und der Text lässt sich sehr gut lesen.

 

Weitere Informationen:

  • Buchtitel: BASICS Urologie 
  • Autoren: Christoph Hammes, Elmar Heinrich, Tobias Lingenfelder
  • Kategorie: Kurzlehrbuch
  • Verlag: Elsevier
  • Auflage: 4. Auflage
  • Umfang: 112 Seiten
  • ISBN: 978-3437423390
  • Preis: 24€
  • Datum: 10.01.2021    
  • Rezensent: Laura Faiß

Manche sagen es knistert zwischen den beiden, im Falle des „Mortimer“ würde man dann doch sagen „hier stimmt die Chemie!“ Das Chemiebuch von Charles E. Mortimer und Ulrich Müller überzeugt schon seit Jahren Studierende. Aber was macht ihn so besonders? Ich bin Medizin Student und möchte meine persönliche Meinung zum Chemie-Buch euch hier veröffentlichen und möglicherweise zum Kauf dieses guten Buches helfen.
Das Fachbuch deckt alle Aspekte der anorganischen und organischen Chemie, in strukturierter und verständlicher Erklärung, für das erste und zweite Semester in Medizin ab. Wie es sich für das Chemiestudium selbst verhält weiß ich nicht, jedoch findet man im Internet ausschließlich positive Meinungen, dass es auch für das Kernstudium ein exzellenter Starter ist. Dies hat mich am Ende auch überzeugt mir dieses Buch zu kaufen.
Wie bereits angegeben ist das Buch mit seinem Kapitel perfekt und strukturiert aufgebaut. Anfangs werden Themen grob und verständlich zusammengefasst und mit den folgenden Beispielen ausführlich erklärt. Jedes Kapitel wird mit immer schwerer werdenden Aufgaben beendet, was eine gute Selbstkontrolle ermöglicht. Ich konnte am Ende also immer selbst sehen, ob ich den Stoff wirklich verstanden haben, und nicht nur das Gefühl hatte, und bei der Prüfung dann ein blaues Wunder erlebte. Wie vom Thieme Verlag gewohnt werden am Rande der Seiten immer die Kerninformationen und Formeln nochmals gut ersichtlich dargestellt, was einem es einfach macht beim Wiederholen schnell das Wichtigste zu lernen, ohne wieder die ganze Seite nach dem gesuchten zu filtern.
Fazit:
Der Mortimer ist ein ideales Buch, um in die Welt der Chemie einzutauchen, seine Strukturierung hilft einem alles aufbauend zu verstehen, und auch die abschließenden Aufgaben geben einen das Gewissen, das gelernte auch wirklich gelernt zu haben und nicht nur einen Roman gelesen zu haben. Als einziges negatives möchte ich den Preis von 70€ erwähnen, jedoch findet man meiner Meinung kein anderes Buch, welches diese Preis-Leistung bietet. Auch ist bekannt, dass Fachliteraturen ihren Preis haben.

 

Weitere Informationen:

  • Buchtitel: Chemie: Das Basiswissen der Chemie
  • Autoren: Charles E. Mortimer & Ulrich Müller
  • Kategorie: Lehrbuch
  • Verlag: Thieme
  • Auflage: 13. Auflage
  • Umfang: 720 Seiten
  • ISBN: 9783132422742
  • Preis: 74,10 € [A], 71,99€ [D]
  • Datum: 13.01.2021    
  • Rezensent: Raffael Mixner

Im Gegensatz zur letzten Auflage und auch zu Fallbüchern anderer Fachrichtungen hat Elsevier die 4. Auflage mit 30 neuen Fällen deutlich ausgebaut. Das wertet dieses Buch in meinen Augen deutlich auf. In knapp 350 Seiten präsentiert das Buch gängige Fallbeispiele, die einem tatsächlich auch einmal auf einer normalen Inneren-Station begegnen können und versucht die wichtigsten Bereiche der Inneren Medizin so abzudecken. Ein 3-teiliges Inhaltsverzeichnis nach Symptomen, Diagnosen und Organsystemen ermöglicht es einem, sehr schnell die gewünschten Bereiche im Buch zu finden. Jeder Fall wird dabei in 4 Seiten abgehandelt: Auf der erste Seite befindet sich die Fallbeschreibung und 5 bis 6 dazugehörige Fragen. Die restlichen 3 Seiten dienen dazu, die zuvor gestellten Fragen in angemessener Länge zu beantworten. Mich erinnert das Konzept an die POL (= problemorientiertes Lernen)-Lehrveranstaltungen an unserer Uni, ein didaktisches Konzept, dass mir persönlich sehr gut gefällt. Dem zu lernenden Stoff wird dadurch Leben eingehaucht, er wird für den Studenten so viel wichtiger und bleibt in weiterer Folge auch viel besser hängen.

Beim Durchlesen der Fallbeschreibungen findet man meist genug Hinweise, um drauf zu kommen, wohin die Reise gehen soll. Manchmal verrät aber auch schon die Überschrift, um welches Krankheitsbild es sich wahrscheinlich handelt. Im Anschluss kann man versuchen, die darunter stehenden Fragen für sich selbst zu beantworten. Sehr gut gefällt mir, dass die Fragen in der Regel für die Praxis relevant sind und nicht nach irgendwelchen kleinen Details, die man vielleicht irgendwo in einer Klammer mal gelesen hat, fragen. In den Antworttexten liegt in meinen Augen die Stärke des Buches verglichen mit anderen Lernmedien: Wenn man beispielsweise in Amboss Fälle beantwortet, erhält man oft nur kurze Zusatzinformationen zu den Antwortmöglichkeiten. Dieses Buch liefert hingegen ausführliche Antworten, mit denen man den für den Fall relevanten Stoff lernen kann bzw. wiederholt. Natürlich kann man von einem Fallbuch aber nicht erwarten, sämtliche Inhalte eines Faches zu beinhalten. Ich würde deshalb empfehlen, es ergänzend zu einem Standardlehrbuch der Inneren Medizin zu verwenden.

Fazit:

Es ist für mich ideal geeignet zur Vorbereitung für eine Famulatur, das KPJ, oder auch für den Turnus. Man merkt sehr schnell, wo die eigenen Lücken sind und wo man vielleicht noch einmal etwas nachlesen sollte.

 

Weitere Informationen:

  • Buchtitel:  80 Fälle Innere Medizin: Aus Klinik und Praxis
  • Autor: Torben Pottgießer, Elisabeth Schorb, Stefanie Ophoven
  • Kategorie: Sonstiges
  • Verlag: Elsevier
  • Auflage: 4. Auflage
  • Umfang (Seitenanzahl): 360
  • ISBN: 978-3437426544
  • Preis: 35,00€
  • Datum der Rezension: 13.10.2020
  • Rezensent: Simon Mösenbacher

 

Das Buch Checkliste Neonatologie von Orsolya Genzel-Boroviczény und Reinhard Roos ist ein kompaktes und dennoch sehr umfangreiches Werk der Neonatologie, welches der Breite des Fachs sehr gut gerecht werden kann. Es wird in 5 Bereiche unterteilt: Grundlagen, Leitsymptome und Notfälle, Versorgung gesunder und kranker Neu- und Frühgeborener, Reanimation und Pharmakologie sowie Anhang. Im ersten Kapitel Grundlagen werden Begrifflichkeiten definiert, Arbeitstechniken (wie z.B. Intubation, Thoraxdrainage beim Neugeborenen) und bildgebende Verfahren erläutert sowie Ratschläge zur Betreuung der Eltern erteilt. Insbesondere der letzte Unterteil ist meines Erachtens nach besonders wertvoll, da dies Inhalte sind, die man an der Universität in der Form nicht explizit beigebracht bekommt. Unter anderem wird hierbei auf den Umgang mit den Eltern bei Todesfällen des Neu- oder Frühgeborenen eingegangen, wobei man sehr gut merkt, wie viel Erfahrungsschatz hier drinsteckt, was nicht nur interessant zu lesen ist, aber auch in der klinischen Realität ein schwieriges Thema darstellt, wodurch die Lektüre dieses Buches eine Stütze in der Praxis sein kann. Im zweiten Kapitel Leitsymptome und Notfälle wird jeweils kurz die Pathophysiologie des jeweiligen Symptoms/Krankheitsbildes erläutert, ehe auf Diagnostik und Therapie eingegangen wird. Im Kapitel „Versorgung gesunde rund kranker Neu- und Frühgeborener“ werden nach den rein neonatologischen Themen (Frühgeburtlichkeit, Geburtstraumen) den Fächern nach (Infektiologie, Kardiologie, Endokrinologie, Nephrologie, Kinderchirurgie etc.) die relevanten Krankheitsbilder gebracht und in verständlichem und prägnantem Stil erklärt. Immer wieder werden Inhalte durch schemenhafte Abbildungen oder Bilder (z.B. Schädelsono) ergänzt, was zu einem noch besseren Verständnis beiträgt. Im Kapitel Reanimation und Pharmakologie wird nach dem ABCDE-Schema die Neugeborenenreanimation illustriert sowie auch die neonatologisch relevanten Medikamente eingegangen. Besonders hilfreich sind hierbei die „Hinweise“- und „Cave“-Ergänzungen seitens der Autoren, welche auf Besonderheiten im Umgang mit dem jeweiligen Medikament hinweisen. Zudem gibt das Buch auch eine Übersicht über die Dosierung der Medikamente bei Frühgeborenen. Das Buch schließt mit Perzentilenkurven, Beatmungsprotokollen und Normalwerten im Labor als Anhang ab. Besonders sympathisch finde ich ganz am Ende des Buches die „10 Gebote der Sauerstoffgabe“, welche prägnant die wichtigsten Punkte im Umgang mit dem wohl am häufigsten verabreichten Medikament in der Neonatologie darstellen.

 

Fazit:

Alles in allem ein sehr umfangreiches Werk in kompakter Ausführung. Zum (Erst-)Lernen der Neonatologie ist es wohl nur bedingt geeignet, wobei dies wohl auch nicht die Absicht dieses Buches ist. Für diejenigen, die bereits eine Wissensbasis haben eine ausgezeichnete Möglichkeit, Inhalte aufzufrischen und zu wiederholen, und ansonsten als Begleiter in der Klinik in pädiatrisch/neonatologischer Famulatur bzw. PJ sowie als Arzt/Ärztin im klinischen Alltag ein sehr brauchbares und wertvolles Buch, welches gut in die Kitteltasche passt und aufgrund der Breite ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis hat.

 

 

Weitere Informationen:

  • Buchtitel: Checkliste Neonatologie 
  • Autor: Orsolya Genzel-Boroviczény, Reinhard Roos
  • Kategorie: Sonstiges
  • Verlag: Thieme
  • Auflage: 6. Auflage
  • Umfang (Seitenanzahl): 489 Seiten
  • ISBN: 978-3-13-242555-2
  • Preis: 41,99€
  • Datum der Rezension: 08.03.2021
  • RezensentIn: Filipp Sokolovski

 

 

 

 

Der bei uns in Innsbruck liebevoll als „dritter Platzer“ bezeichnete Neuroanatomie-Taschenatlas von Kahle und Frotscher aus der dreibändigen Reihe der Anatomie-Taschenatlanten hat ebenso wie seine Brüder und Schwestern „Bewegungsapparat“ von Prof. Platzer und „Innere Organe“ von Prof. Fritsch eine Überarbeitung und somit neue Auflage gegönnt bekommen und kam nun nach Homburg, wo sich Frank Schmitz seiner annahm.

Ebenso wie die gewohnten Taschenatlanten ist auch „der Kahle“ mit einer Seite Text und einer Seite übersichtlicher Abbildungen aufgebaut. Es beginnt mit einer Einleitung zu Nervenanatomie und -physiologie sowie einem PNS-Kapitel, ehe ähnlich zur Anatomievorlesung von Prof. Klimaschewski die einzelnen ZNS-Abschnitte von unten nach oben – Rückenmark – Hirnstamm – Kleinhirn – Zwischenhirn – Endhirn – behandelt werden, und danach werden Gefäß- und Liquorsystem, vegetatives Nervensystem, funktionelle Systeme (wie die Pyramidenbahn oder die (Golgi-)Sehnenorgane), und zum Schluss noch Auge und Ohr besprochen. In gewohnt prägnanter Form werden die Inhalte beschrieben, und die akkuraten Abbildungen helfen dabei, eine gute Vorstellung sowie ein gutes Verständnis über die durchaus etwas abstrakte Materie der Neuroanatomie zu erlangen. Bei den Bildern handelt es sich wie bei den anderen beiden Teilen der Taschenatlas-Serie um schematische Abbildungen, welche sehr übersichtlich und nicht überladen gestaltet und beschriftet sind. Es eignet sich somit sowohl zum Erlernen der Basics der Neuroanatomie im Rahmen von Sezierkurs und Prüfungsvorbereitung als auch zum Nachschlagen von neuroanatomischem Wissen als Grundlage für klinische Fächer.

Fazit:

Alles in allem eine gelungene Neuauflage des Neuroanatomie-Taschenatlas und eine willkommene Ergänzung zu den beiden anderen Teilen der Taschenatlas-Reihe. Sowohl zum Erlernen der Basics der Neuroanatomie als auch zum Nachschlagen einigt sich dieses Werk meiner Meinung nach sehr gut. Summa summarum ein sehr kompaktes Buch, welches viel Inhalt auf wenig Platz unterbringt, zu einem adäquaten Preis.

 

Weitere Informationen:

  • Buchtitel: Taschenatlas Anatomie Band 3 – Nervensystem und Sinnesorgane   
  • Autor: Werner Kahle, Michael Frotscher, Frank Schmit
  • Kategorie: Sonstiges
  • Verlag: Thieme
  • Auflage: 12. Auflage
  • Umfang (Seitenanzahl): 401 Seiten
  • ISBN: 978-3-13-242266-7
  • Preis: 41,99€
  • Datum der Rezension: 08.03.2021
  • RezensentIn: Filipp Sokolovski