Das Buch „Endspurt Klinik Orthopädie & Unfallchirurgie“ ist eigentlich ein kurzes Skript, das sich vor jeder Famulatur gut eignet, um das Wichtigste zu wiederholen und um einen groben Plan vom jeweiligen Fach zu besitzen.


Aufgebaut ist das Buch in einzelne „Lernpakete“, die sich zum einen mit einem allgemeinen Teil, der Untersuchungsmethoden und grundsätzliche Gebiete der Orthopädie & Unfallchirurgie enthält. Die restlichen Kapitel gliedern sich in die jeweiligen Regionen. In jedem Kapitel werden zunächst die speziellen Untersuchungsmethoden erläutert, danach beschäftigt sich das Kapitel mit den wichtigsten Erkrankungen bzw. Verletzungen der jeweiligen Region und wie diese therapiert werden können.

Das Buch enthält neben den zahlreichen Bildern von Fehlstellungen und Fotos während bzw. nach Operationen auch einige Zeichnungen, die sich zum Beispiel mit den Neutral-Null-Stellungen beschäftigen.

Wie aus anderen Büchern bereits bekannt enthält auch dieses wichtige Kästchen, die sich zum einen mit Lerntipps, zum anderen mit dem aller-allerwichtigsten auseinandersetzen.

Ich persönlich würde dieses kurze Skript, bzw. Buch jedem empfehlen, der vorhat eine Famulatur auf einem der beiden Fächer zu machen, da es das Wichtigste nochmal auffrischt und man so mit etwas Plan auf die Station gehen kann! Für wirklich Interessiert in diesem Fach ist es jedoch nicht empfehlenswert, da es sicherlich ausführlichere Lehrbücher zum Thema gibt.

Das Kurzlehrbuch Pathologie ist gleich aufgebaut wie alle anderen Kurzlehrbücher von diesem Verlag. Es beginnt mit einer allgemeinen Einleitung und beschäftigt sich dann mit den einzelnen Organen, sowie den beiden Kapiteln „Immunpathologie & Entzündungen“.  Im Text werden für ein Kurzlehrbuch durchaus ausführlich Pathogenese, Epidemiologie, Ätiologie sowie mikroskopische Grundlagen und Besonderheiten beschrieben. Zusätzlich finden sich, wie für den Verlag üblich, kleine farbige Kästchen die Praxistipps, wichtige Sätze, klinische Fälle sowie Lerntipps beinhalten, die das Gelesene zum Einen wiederholen, zum anderen die wichtigsten Punkte herausheben.

Es finden sich teils histologische Bilder, die manchmal etwas zu klein sind, um die Pathologien wirklich gut erkennen zu können, die makroskopischen Pathologiebilder hingegen veranschaulichen den Text sehr gut. Außerdem sind viele Graphiken zu den theoretischen Grundlagen der einzelnen Erkrankungen abgebildet, die ebenfalls sehr gut gewählt sind und die die teilweise sehr komplizierten Vorgänge „relativ“ einfach darstellen, sodass man sie nach kurzer Zeit verstehen kann.

Die klinischen Fälle kommen im Lehrbuch leider etwas zu kurz, hier gäbe es sicher noch einige Krankheitsbilder, zu denen ein Bezug in der Klink hergestellt werden hätte können. Die Fälle, die im Buch vorgestellt werden sind jedoch gut gestaltet und man erkennt deutlich, welche Dinge, die in der Theorie beschrieben werden, dann auch noch im medizinischen Alltag wichtig sind.

Was sehr positiv auffällt, sind die vielen Tabellen und Zusammenfassungen, die die vielen Tumorklassifikationen, Fehlbildungen sehr überschaubar und übersichtlich sortieren, was es viel einfacher macht, diese zu lernen.

Ein weiterer Pluspunkt sind die vielen Lerntipps, die vor allem in der Prüfungszeit eine große Hilfe darstellen, da man versucht auch durch lustige Witze, den Stoff im Kopf zu behalten.

Alles in Allem ist dieses Buch jedem zu empfehlen, den Pathologiebegeisterten als leichter Einstieg und grober Überblick und allen anderen, die den Stoff trotzdem lernen müssen, da es meiner Meinung nach, den notwendigen Stoff in ausreichendem Umfang widergibt, ohne sich in sinnlosen Raritäten zu verlieren.

Das Kurzlehrbuch Physiologie deckt in 20 Kapiteln Themen über die Zell-, Arbeits-, Reproduktions- und Muskelphysiologie, Blut, Hormone und das Nervensystem ab.

Zu Beginn jedes Kapitels erhält man durch ein Inhaltsverzeichnis einen Überblick, was auf den nächsten Seiten besprochen wird. Als kurze Einführung dient der „Wegweiser“, in dem die meisten Schlagwörter des Themas kurz erwähnt und auf deren nähere Ausführung verwiesen wird.

Wie auch bei anderen Büchern aus dieser Kurzlehrbuch-Reihe, finden sich hier verschieden farbige Kästchen, die entweder relevante Information zur Klinik enthalten, Lerntipps geben oder auf häufig geprüfte Schlagwörter oder besonders wichtige Sachverhalte hinweisen.
Vor allem die Beispiele aus der Klinik sind meiner Meinung nach gut gewählt, da sie bereits in der Vorklinik nachvollziehbar sind und man so Zusammenhänge leichter nachvollziehen kann.

Diese Kästchen, aber auch die Abbildungen und Tabellen gestalten alles sehr farbenfroh. Diese sehr bunte Gestaltung gefällt vielleicht nicht jedem, aber ich finde es ganz angenehm und motivierend.

Fazit: Meiner Meinung nach werden grundsätzlich alle relevanten Themen abgedeckt, die Inhalte kurz und verständlich geschrieben und das farbenfrohe Layout gefällt mir auch.

Wer sich also erstmal einen Überblick über das Fach verschaffen oder vor der Prüfung alles nochmal kurz wiederholen möchte, macht mit diesem Buch bestimmt nichts falsch. Zum grundsätzlichen Verständnis und Lernen würde ich aber andere Werke empfehlen, da es dem Kurzlehrbuch an einigen Stellen doch an Tiefe und Details fehlt.

Der „Moore“, wie das eigentlich einzige größere deutschsprachige Embryologie-Lehrbuch bezeichnet wird, ist für jeden Embryologie-Interessierten fast ein Muss. Auch wenn die Embryologie an den meisten Universitäten (leider) nur sehr am Rande behandelt und auch von den Studierenden als „Orchideenfach“ aufgefasst wird, ist für manche Fachgruppen eine profunde Kenntnis der Embryologie obligat. Gerade angehende Gynäkologen, Kinderchirurgen, Kinderärzte und Humangenetiker sollten sich mit dieser Materie befassen – und dafür kommt der „Moore“ mehr als in Frage. Aber auch wer die Anatomie tiefer begreifen möchte und wissen will, warum sie so ist, wie sie ist, oder wem das Kurzlehrbuch von Ulfig oder das Taschenlehrbuch von Sadler zu wenig ist, dem sei der Moore sehr ans Herz zu legen.

Der Moore fällt in erster Linie durch seine sehr klare Struktur auf: so ist nach einem Einführungskapitel die Embryonalzeit in 4 Kapitel sinnvoll getrennt, danach folgt ein Kapitel über die Fetalperiode mit Möglichkeiten der Untersuchungen am Fetus, und danach folgen Kapitel zur Plazenta und den Eihäuten, zu kongenitalen Fehlbildungen des Menschen, jeweils ein Kapitel zur Entstehung aller Organsysteme und zu guter Letzt eine Übersicht über die zugrundeliegende Zell- und Molekularbiologie. Dabei ist jedes Kapitel andersfarbig gekennzeichnet und beginnt mit einer kurzen Einführung, die Übersicht über das behandelte Thema gibt. Der sehr gut verständliche Text ist durch sehr schöne Abbildungen, Skizzen, Diagramme, Bilder der Bildgebenden Verfahren und aus dem Elektronenmikroskop sowie Fotos unterlegt, was ein Verständnis der zum Teil etwas komplexen Materie erleichtert. Zudem schließt jedes Kapitel mit einer Zusammenfassung und Fragen zum jeweiligen Kapitel, welche im Anhang detailliert und gut verständlich beantwortet werden.

 

Fazit:

Alles in allem ist der Moore meiner Meinung nach für jeden mit Embryologie-Faible oder beruflicher Ambition in eines der Fächer mit Embryologie-Bezug ein Must-Have. Meiner Erachtens sticht der Moore besonders durch seinen tollen didaktischen Aufbau, die Schönheit seiner Bilder und den gut lesbaren Text hervor. Einziges Manko ist der doch sehr stolze Preis in der Höhe von €149,99, was leider nicht gerade studentenfreundlich ist. Ansonsten kann ich den Moore klar empfehlen.

Wie alle Basics Bücher von Elsevier sind hier die wichtigsten Informationen für eine Famulatur in der Allgemeinmedizin super zusammengefasst. Zu Beginn befasst sich das Buch in den ersten Kapiteln mit den Aufgaben der Allgemeinmedizin im Gesundheitssystem, über wichtige Organisationen wie die Ärztekammer oder die Kassenärztliche Vereinigung und ihre Aufgaben. Weiter sind viele hilfreiche Abbildungen zu Rezepten, Attesten oder Überweisungsscheine abgedruckt, um das erstmalige Ausfüllen zu erleichtern. Super finde ich auch die Tabellen zu häufig verwendeten Medikamenten, um sich gerade vor einer Famulatur einlesen zu können und nicht vor einem riesigen Berg an Medikamenten zu stehen. Welche Medikamente über welche Parameter überprüft werden sollten, ist in einer weiteren Grafik sehr übersichtlich aufgeführt.

Zur Einführung in die Praxis ist dann die hausärztlich Anamnese und der Status ausführlich beschrieben, da dieser oft mehr umfasst als der übliche klinische Status auf bestimmten Fachgebieten. Ebenso sind die möglichen hausärztlichen Zusatzuntersuchungen wie Sonografie, Lungenfunktionstest oder natürlich das EKG kurz zusammengefasst beschrieben.

Im zweiten Teil des Buches sind dann einzelnen Symptomkomplexe übersichtlich und mit Bildern dargestellt, was gerade bei den dermatologischen Erkrankungen hilfreich ist. Wie von Basics gewohnt sind Themen wie Schilddrüsenerkrankungen, Ohrenschmerzen, Arterielle Hypertonie oder Schwindel auf zwei Seiten mit den wichtigsten Aspekten dazu beschrieben.

Im dritten Teil finden sich dann noch 7 nach Symptomkomplexen aufbereitete Fallbeispiele, die kurz mit Diagnostik und Therapie abgearbeitet werden.

Im Anhang befinden sich dann noch eine Flussdiagramme zu bereits erwähnten Erkrankungen oder Symptomen, die durch Ihre Optik das Lernen und Behalten verstärken. Als letzter Punkt schließt sich noch ein Normalwerteverzeichnis an.

Alles in Allem finde ich kann man sich gerade für eine Famulatur oder das KPJ in Österreich gut in das große Gebiet der Allgemeinmedizin einlesen. Der Einführende Teil auch mit der Auflistung einiger Paragrafen ist zwar Deutschland spezifisch und kann natürlich nicht eins zu eins übernommen werden, allerdings ähneln sich die Systeme doch und es kann als hilfreiche Anregung gesehen werden, sich über die einzelnen Differenzierungen zu informieren.

In der Einleitung von „Checkliste Chirurgie“ sprechen die Autoren vom „Oberarzt für die Kitteltasche“, was auch vermutlich die Hauptzielgruppe des Buches verdeutlicht: Famulanten, KPJ-Studenten und Assistenzärten. In die Kitteltasche passt das Buch auf jeden Fall gut. Trotz stolzer 892 Seiten ist das Format sehr handlich und der Einband wirkt sehr stabil und so als ob er dem stressvollen Klinikalltag einiges entgegenzusetzen hätte. Das erste Kapitel behandelt Grundlagen wie die Anamnese, körperliche Untersuchung, Injektionstechniken, Schmerztherapie und viele andere wichtige Grundlagen, die man im Rahmen des Stations- & Ambulanz-Alltags brauchen kann. Alle Arbeitstechniken sind mit übersichtlichen Diagrammen und Bildern dargestellt und logisch aufgebaut. Im nächsten Kapitel geht es um das Management von chirurgischen Notfällen von Akutem Abdomen bis Blut-Erbrechen. Die einzelnen Notfälle sind in Grundlagen, Sofortmaßnahmen, Diagnosefindung und weiteres Vorgehen gegliedert, was meiner Meinung nach sehr logisch und auf jeden Fall hilfreich ist. Auch der Kardiopulmonalen Reanimation werden noch 5 Seiten gewidmet.

Der Hauptteil des Buches behandelt Krankheitsbilde, sortiert nach Organen. Dabei wird alles von klassisch allgemein-chirurgischen Kapiteln bis Traumatologie, Herzchirurgie und Grundlagen der Neurochirurgie behandelt. Was dabei sehr angenehm ist, ist, dass am Beginn von jedem Organ kurz noch einmal die Anatomie behandelt wird und anschließend auf die wichtigsten Leitsymptome mit ihren Differenzialdiagnosen verwiesen wird. Auf den letzten 90 Seiten werden noch gängige Operationsverfahren dargestellt, was aufgrund der Kürze eher einem Überblick als einer Anleitung entspricht.

Fazit: Für alle Chirurgie-Faszinierten bietet dieses Werk einen wirklich guten, kompakten Überblick über alle möglichen Aspekte der Chirurgie. Vor allem für junge Assistenzärzte/Innen bzw. Turnusärzte/Innen erscheint mir das Buch ideal. Bei Famulaturen oder im KPJ würde ich es wirklich nur empfehlen, wenn man vorhat sich auch im weiteren Verlauf seiner Karriere detailierter mit der Chirurgie auseinander zu setzen. Auch für das Lernen auf Prüfungen während des Studiums glaube ich sollte man auf andere Bücher zurückgreifen.  

Dieses Basics bleibt dem altbewährten Basics-Schema treu. Es wiederholt anfangs kurz die Anatomie, geht dann in die Anamnese und körperlich Untersuchung über, behandelt dann die Bildgebung und geht schließlich auf die dentoalveläre Chirurgie ein. Danach wird die dentale Implantologie als letzte Kapitel des Allgemeinen Teils thematisiert. Im speziellen Teil werden verschiedenste, vorallem häufige Erkrankungen behandelt. Die Spanne reicht von Kiefererkrankungen wie Odontogene und nicht- odontogene zystische Kiefererkrankungen, über Erkrankungen des Kiefergelenks bis hin zur Plastischen, rekunstruktiven und ästhetischen Weichteilchirurgie. Am Ende des Buches sind noch 3 spannende Fälle diskutiert, um die Festigung des Gelesenen zu gewährleisten. Es ist wie alle Basics Bücher zwar kurz und knappig, bringt aber einen schönen Einblick in das Fach, welches im Unialltag eher vernachlässigt wird. Besonders gut an den Basics Büchern gefällt mir die kleine Zusammenfassung am Ende jedes Unterkapitels, da hier noch einmal auf das Wichtigste verwiesen wird. Allgemein ist das Buch sehr verständlich formuliert. In die verschiedensten Kapitel wird in ausreichendem Maße eingeführt, um eine gute Verständlichkeit zu sichern.

Die Abbildungen im gesamten Buch sind sehr gut ausgewählt. Verschiedenste Beispielbilder in der Form von Röntgen, MRT, CT, sowie Zeichnungen, als auch „Real-Life“ Bilder veranschaulichen die thematisierten Inhalte noch mehr.

 

Fazit: Als absoluter Neuling auf dem Gebiet der Mund-, Kiefer-, und plastischen Gesichtschirurgie kann ich das Buch empfehlen, um in diese Thematik ein bisschen hinein zu schnuppern. Ich selber habe nicht vor mich auf diese Fachrichtung zu spezialisieren, habe es aber trotzdem als aufschlussreich und auch abwechslungsreich empfunden mir einen Überblick über die Thematik zu verschaffen und dafür war das Basics eine sehr gute Wahl.