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Skalpell.atStudiumDiplomarbeitDiplomarbeitenbörseMedizinisch Theoretischer BereichMedizinische Genetik, Molekulare und Klinische Pharmakologie

Hintergrund und Ziel des Projektes

Das konstitutive Mismatch-Reparatur-Defizienz (CMMRD) Syndrom ist ein autosomal rezessives Tumordispositions- Syndrom, welches durch biallele Mutationen in einem von vier Mismatch-Reparatur-Genen verursacht wird (siehe Literatur). Dieses Syndrom geht mit einem extrem hohen (nahezu 100%-igem) Risiko für Malignome, hauptsächlich Lymphome/Leukämien, Gehirntumoren und Tumoren im Gastrointestinaltrakt, einher, welche die Patienten schon im Kindes- und Jugendalter entwickeln. Das Risiko bei Überleben des Erstmalignoms einen zweiten Tumor zu entwickeln ist ebenfalls extrem hoch und es gibt starke Hinweise darauf, dass manche der üblicherweise angewandten Krebstherapien bei diesen Patienten kontra-indiziert sind. Geschwister eines CMMR-D Patienten haben ein Risiko von 1:4 ebenfalls an diesem meist fatalem Tumordispositions-Syndrom zu erkranken. Eltern und andere Verwandte haben ein erhöhtes Risiko im Erwachsenenalter an Darm-, Gebärmutter- und anderen Krebsarten zu erkranken. Aus all diesen Gründen ist es wichtig jene kindlichen/jugendlichen Krebspatienten frühzeitig zu erkennen, die an diesem seltenen aber wahrscheinlich unterdiagnostiziertem Krebssyndrom erkrankt sind. Die CMMR-D Diagnose ist aber schwierig, da es im Gegensatz zu anderen Kinderkrebs-Syndromen keine eindeutigen klinischen Merkmale für das Vorliegen des Syndroms gibt.

Eine englische Arbeitsgruppe (Ingham et al. 2013 Hum Mutat published online) hat jüngst ein relativ einfache molekulargenetische Methode zur Detektion dieses Syndroms entwickelt. Diese Methode beruht auf der sehr sensitiven Erfassung kleinster Veränderungen in der Zahl der Repeat-Kopien von Mikrosatelliten-Repeats in Blutzellen. Sollte dieser germline Mikrosatelliten-Instabilitäts- (gMSI-)Test robust alle Patienten mir CMMR-D-Syndrom erkennen, so könnte er als Screening-Methode eingesetzt werden, um einfach, schnell und billig unter den Kinderkrebspatienten jene zu erfassen, die hinsichtlich dieses Syndroms abgeklärt werden sollten. In ihrer Arbeit hat die englische Arbeitsgruppe bisher nur eine sehr kleine Gruppe von 9 Patienten, von denen die meisten die gleiche PMS2-Mutation trugen, untersucht.

In unserem Labor wurden in den vergangenen Jahren wahrscheinlich weltweit die meisten Patienten mit CMMR-D Syndrom untersucht, darüber hinaus erhielten wir auch DNA-Proben von kollaborierenden Labors. Wir besitzen daher eine der größten Sammlungen an DNA-Proben dieser Patienten. Mit diesen DNA-Proben von ca.15-20 Patienten mit unterschiedlichsten Mutationen soll nun die Verlässlichkeit des neu entwickelten gMSI-Tests untersucht werden, um zu prüfen, ob diese Methode in einem klinischen Setting als Screening-Test eingesetzt werden kann.

In Zusammenarbeit mit dem englischen Labor haben wir, das von diesem Labor entwickelte Computerprogram auf unsere Bedürfnisse adaptiert und ein Pilot-Experiment mir einigen Proben aus unserer Sammlung durchgeführt. Da diese preliminären Versuche sehr erfolgversprechend aussehen, sollen nun alle Patienten-Proben und eine große Gruppe von Kontrollproben mit dem Test untersucht werden.

Techniken die bei der Projektdurchführung erlernt werden

  • PCR und Fragmentanalyse
  • Statistische Auswertung der Daten
  • Grundkenntnisse des molekulargenetischen Arbeitens erforderlich

Dauer der Arbeit

3 Monate bei Vergütung nach geringfügiger Beschäftigung

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