Das Fallbuch Innere Medizin deckt folgende Themenbereiche ab: Hämatologie, Kardiologie, Pneumologie, Gastroenterologie, Endokrinologie, Stoffwechselstörungen, Infektiologie, Nephrologie, Wasser-Elektrolyt-, Säure-Basen-Haushalt, Angiologie, Rheumatologie/Immunologie.

Im vorderen Teil des Buches befinden sich 150 Fälle, wobei du bei jedem Fall nach deiner Verdachtsdiagnose, nach deiner diagnostischen Vorgehensweise, Ursache der Krankheit und Therapie gefragt wirst und deine Antwort auch in dafür vorgesehene Felder eintragen kannst.

Ein großer Pluspunkt ist, dass die Fälle nicht nach Themenbereiche geordnet sind, sondern man mit jedem Fall zu einem neuen Gebiet wechselt, sodass man bereits gelerntes Wissen wieder sehr gut auffrischen kann und man Gelerntes gut mit Fallbeispielen aus anderen Themengebieten vernetzen kann.

Die Lösungen zu jedem Fall befinden sich mit ausführlichen Kommentaren im hinteren Teil des Buches.

Wer lieber Fall- bzw. Problemorientiert lernen will und nicht aus einem üblichen Lehrbuch, ist mit dem „Fallbuch - Innere Medizin“ sehr gut beraten, da die wichtigsten Diagnosen aus der Klinik in den Fallbeispielen eingebaut sind.

Inhaltlich decken die Lösungen zu den einzelnen Fallbeispielen die wichtigsten Facts rund um jede Krankheit sehr gut ab, man kann den Umfang mit einem Kurzlehrbuch vergleichen. Um die Innere Medizin sehr detailliert zu lernen eignet sich dieses Buch nicht, aber es eignet sich perfekt um Gelerntes anhand von Fallbeispielen abzuprüfen (denn auch unsere PatientInnen später in der Klinik präsentieren sich mit Symptomen und unsere weitere Vorgehensweise prüft dieses Fallbuch sehr gut ab).

Fazit: Dieses Buch ist eine gute Alternative zu üblichen Lehrbüchern für alle die lieber Fallorientiert lernen bzw. für alle anderen um ihr gelerntes Wissen anhand von Fallbeispielen abzuprüfen.

Das Poster zu der Reihe Endspurt Vorklinik Biochemie bietet einen schönen Überblick über die verschiedenen biochemischen Prozesse, die im Körper ablaufen.

Die verschiedenen Abläuft sind farblich getrennt und es wird gut deutlich, wo in der Zelle welcher Prozess abläuft. Außerdem wird durch Pfeile und farbliche Kennzeichnungen gut dargestellt, wie alles zusammenhängt.
Zudem sind im unteren Teil des Plakats alle Zyklen nochmals kurz mit Worten beschrieben.

Zusätzlich kann man über einen QR-Code zu jedem Zyklus noch ein kleines Video über via-medici anschauen, in welchen alles nochmals einzeln erklärt wird.

 

Fazit: Das Plakat bietet einen super Überblick über die verschiedenen Zyklen und man kann sich durch die Übersichtlichkeit vieles besser vorstellen.

Deshalb kann ich das Plakar voll und ganz empfehlen!

Die Reihe Endspurt Vorklinik Biochemie ist in drei Teile geteilt. Das Ziel der Reihe ist eigentlich die Vorbereitung auf das deutsche Physikum. Es werden alle relevanten Themen für das Physikum zusammengefasst. Es beinhaltet den kompletten Stoff der Vorklinik, deshalb ist es auch für österreichische Studenten ein sehr interessantes Lehrbuch.

Der erste Teil beinhaltet Kohlenhydrate, Lipide, Aminosäuren, Peptide und Proteine. Es werden alle Themen sehr ausführlich und auch schön übersichtlich beschrieben. Alle Prozesse werden auch bildlich veranschaulicht und gut mit dem passenden Text erklärt.
Was allgemein bei der Reihe Vorklinik sehr gut ist, es werden alle für das Physikum relevanten Themen, oder Dinge, die schonmals in Prüfungen gefragt wurden gelb unterlegt. Außerdem gibt es nach jedem Thema einen gelben Merkkasten, in welchem nochmals alle wichtigen Dinge wiederholt werden. So hat man alle besonders wichtigen Themen nach jedem Kapitel nochmal auf einen Blick.
Der zweite Teil behandelt die Themen Enzyme, Ernährung, Hormone und Organstoffwechsel. Auch hier ist alles gut strukturiert und beschreibt erst allgemeine Informationen und danach detailliert. Alles wird aber trotz des Details sehr verständlich erklärt. Die Organe werden jeweils einzeln behandelt.
Der dritte Teil bezieht sich auf das Blut, Immunsystem, Molekular- und Zellbiologie. Auch hier wird sehr übersichtlich, detailliert und übersichtlich erklärt. Tabellen und Bilder werden zur Veranschaulichung benützt.

Fazit:
Die Reihe Endspurt Biochemie ist ausführlich und verständlich geschrieben. Es werden alle vorklinisch relevanten Themen behandelt. Auch wenn die Reihe eigentlich an das deutsche Physikum angelehnt ist, kann ich es für die österreichischen Studenten durchaus empfehlen.
Es ist kein 500 Seiten Buch, sondern beschreibt auf wenigen Seiten alles Relevante sehr verständlich. Für besondere Details oder tiefere Erklärungen muss man vielleicht doch noch in einem ausführlicheren Buch nachlesen, aber für das Grundverständnis absolut ausreichend! Ich kann die Reihe auf jeden Fall empfehlen!

 

Wer kennt es nicht: Man geht bei der Visite mit oder nimmt einen Patienten auf und kaum kommt man zur Medikation, ist ein Präparat dabei, von dem man zwar schon mal „gehört“ hat, aber an die genauen Anwendungsgebiete, Kontraindikationen und Nebenwirkungen kann man sich nicht mehr erinnern. Genau für diesen Umstand schafft die Checkliste Arzneimittel A - Z Abhilfe. Auf über 750 Seiten sind alle für den klinischen Alltag wichtigen Pharmaka alphabetisch aufgelistet. Wie für die Checklisten typisch, werden nüchtern die relevantesten Informationen wiedergegeben: Freiname, Handelsname, Dosierungen für verschiedene Altersgruppen, Indikationen, Kontraindikationen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimittel, Wirkprinzip, Pharmakokinetik, ob die Gabe während Schwangerschaft oder Stillzeit möglich ist und weitere Hinweise und Tipps. Die alphabetische Reihung ermöglicht es relativ schnell und einfach den gesuchten Wirkstoff auch zu finden. Ein großes Problem, vor dem Viele nach oder während ihrem Medizinstudium stehen ist die Unkenntnis über die unzähligen Handelsnamen von den verschiedenen Wirkstoffen. Mithilfe eines langen Handelsnamensregisters am Ende des Buches ist es möglich diesem Problem einfach zu begegnen und in kurzer Zeit ist man sich im Klaren, was die Person, deren Medikamentenanamnese man gerade aufnimmt, auch tatsächlich einnimmt und ob die Medikamente auch tatsächlich indiziert sind.

Positiv ist auch das für die Checklisten-Reihe bewährte Taschenformat, das die Mitnahme in die Kitteltasche erleichtert, jedoch aufgrund des Umfangs merklich die Last auf den Schultern beschwert. Einzig für launige Literaturabende ist das Buch gänzlich ungeeignet, außer man zielt auf einen schnellen Schlaf ab: Das Buch ist nicht geeignet die Pharmakologie zu lernen, sondern nur als schnelles Nachschlagewert ausgelegt!  

Fazit:

Dem Thema und Zweck ist es zu Schulden, dass auf jegliche Bilder und Schnickschnack verzichtet wird, wer also erwartet von diesem Buch unterhalten zu werden wird bitter enttäuscht werden. Für rund 30 Euro erhält man ein umfassendes Nachschlagewert, mit dem man beinahe mühelos den Tücken des pharmakologischen Klinikalltags Herr werden kann.

Rezension (inkl. Fazit bitte 300-400 Wörter):

 

Das Taschenbuch „Taschenlehrbuch Humangenetik“ von Jan Murken et al. ist in seiner mittlerweile 9. Auflage eine bewährte Möglichkeit, das komplexe, aber sehr spannende und wichtige Fach Humangenetik zu lernen. Es fällt dabei ähnlich wie viele andere Bücher aus der Taschenlehrbuch-Reihe von Thieme durch seine gute Strukturierung und schönes Layout auf. Das Taschenlehrbuch Humangenetik, welches sich nach Vorbemerkungen zur Bedeutung und klinischen Relevanz der Humangenetik (was ich als sehr gut und notwendig empfinde, dass dies erwähnt wird!) in die fünf Kapitel „Grundlagen der Genetik“, „Zytogenetik“, „Formale Genetik“, „Statistische Genetik“ sowie „Klinische Genetik“ gliedert, ist sehr verständlich geschrieben und durch anschauliche Graphiken, Bilder und Fotos unterlegt. Gut finde ich, dass seitens der Autoren ein System gefunden wurde, um Prüfungsrelevantes von nicht-Prüfungsrelevanten zu diskriminieren (dieses wird klein geschrieben), sowie ergänzende Notizen in den orangen „Exkursboxen“ ihren Platz finden und klinische Bezüge strikt in grüner Farbe gehalten werden. Dieses System wird in der Vorbemerkung ebenfalls kurz erklärt. Auch eine Information zur humangenetischen Nomenklatur findet man dort.

Das Buch beinhaltet alles, was man zur Humangenetik als Student wissen sollte, und ist durch seine aufbauende Strukturierung auch sehr gut systematisch zu lesen.

 

Fazit:

Alles in allem ist dieses Buch durch sein gelungenes Layout, die gut strukturierten Inhalte mit dem farblich codierten System sowie seine gute Lesbarkeit mit schönen Abbildungen empfehlenswert. Es eignet sich sowohl dafür, humangenetische Inhalte von der Pieke auf zu lernen, als auch als Nachschlagewerk für einzelne Themen. Sehr gut finde ich auch, dass durch die vielen klinischen Bezüge die praktische Relevanz guter humangenetischer Kenntnisse so hervorgehoben wird, was das Lesen noch einmal ansprechender macht. Für den Preis von € 29,99 ist es durchaus erschwinglich, und sollte daher nicht nur bei pädiatrisch und humangenetisch interessierten Kollegen im Bücherregal stehen.

Rezension (inkl. Fazit bitte 300-400 Wörter):

 

Das Taschenbuch „Fehler und Irrtümer in der Instensivmedizin“ von Patrick Meybohm et al. ist in seinem Format neben seinem zweiten Buch „Fehler und Irrtümer in der Anästhesie“ am deutschsprachigen Medizinbüchermarkt ein Novum. Anhang von 100 Fällen, in denen wie der Titel bereits verrät Fehler und Irrtümer geschehen sind, werden diese anhand von „Konsequenzen für den Patienten“, „Interpretation aus der Sicht des Intensivmediziners“ sowie „weiterführenden Gedanken“ analysiert und die Quintessenz als Take-Home-Message formuliert. Dieses System zieht sich durch alle 100 Fälle durch, was ich als sehr ansprechend empfand. Die Fälle sind zudem in Kategorien geordnet, sodass man sich neben „Allgemeinen“ Fehlern auch in Intensivmedizin spezifisch betreffend „Herz-Kreislauf“, „Infektion“, „Lunge“, „Zentrales Nervensystem“ sowie „Niere“ schulen kann. Schön ist auch die Fehlermatrix am Anfang des Buches, wo die Fälle nach Art der gemachten Fehler kategoresiert werden – seien es Fehler des Managements, der Fehlbeurteilung oder des Teams gewesen. Ich finde es sehr vorbildlich und ein Zeichen anständiger Kultur im Umgang mit Fehlern, ein solches Buch zu schreiben, um junge Kollegen hoffentlich ein wenig vor ähnlichen – und leider häufig vorkommenden – Fehlern zu bewahren. Angenehm ist darüber hinaus eine Auflistung der herangezogenen Literatur am Ende der einzelnen Fälle, was eine individuelle Vertiefung in einzelne, speziellere Thematiken erleichtert oder gar ermöglicht

 

Fazit:

Alles in allem ist dieses Buch mit seinem einzigartigen Aufbau ein Genuss und eine absolut willkommene Abwechslung zu den klassisch-konventionellen Lehrbüchern. Ich denke, dass diese Art, aus Fehlern zu lernen, nicht nur bei sich selbst angewandt werden kann und soll, sondern auch am Medizinbüchermarkt seinen Niederschlag finden sollte. Hier haben Patrick Meybohm und sein Team eine Nische eröffnet. Aufgrund dieser außergewöhnlichen Didaktik des Buches, der großen Wichtigkeit des Faches Intensivmedizin (welches übrigens an der Universität leider nicht so sehr zum Vorschein kommt) und der tollen Strukturierung dieses Buches ist der nicht unstolze Preis von            € 49,99 absolut gerechtfertigt. Nicht nur für angehende Anästhesisten und Intensivmediziner ist dieses Buch mehr als nur ein „nice-to-have“.

Erstmalig im Jahre 2015 erschien bei Schattauer der Pharmako-Guide „Arzneistoffe-die TOP 100“ von Smollich und Scheel im Wert von ca. 50 Euro. Grob unterteilt werden die 582 Seiten in drei Teile: Arzneistoffe von A bis Z; Äquivalendosis-Übersichten; Anhang.

Im ersten und auch umfangreichsten Teil werden, wie der Name schon sagt, 100 Arzneistoffe alphabetisch geordnet vorgestellt. Eine kurze Tabelle jeweils am Anfang jedes Arzneistoffes schafft sofort und strukturiert Übersicht über das Wichtigste: Wirksamkeit; Nutzen-Risiko-Bewertung; Indikation; Nebenwirkung; Wechselwirkung; Cave (!). Nach dieser Tabelle wird auf jeden dieser einzelnen Punkte nochmals ausführlicher eingegangen. Hier werden dann auch zusätzlich noch Themen wie „Patienteninformationen“ und „Spezielle Patientengruppen und Sondersituationen“ (Geriatrie, Pädiatrie, Schwangerschaft,…) erläutert.

Im anschließenden zweiten Teil, „Äquivalenzdosis-Übersichten“, findet man zu den am meist gebräuchlichsten Wirkstoffgruppen (z. B. ACE-Hemmer, ß-Blocker, Statine, Glucocorticoide,…) Äquivalenzdosistabellen. Diese sind dann v. a.  im klinischen Alltag, im stationären Bereich von Nutzen.

Der dritte und letzte Teil, der „Anhang“, geht noch kurz und knackig auf Laborkontrollen (bei Diuretika, ACE-Hemmer, Sartane, Mineralcorticoidantagonsiten, Statine, Antidepressiva) und auf orale Antikoagulation und invasive Prozeduren ein.

Mein Fazit: Es ist ein schön strukturiertes und gut organisiertes Werk und man bekommt sofort einen Überblick über das Wichtigste. Zum Lernen der Pharmakologie finde ich das Buch absolut nicht geeignet, jedoch sehr gut als Nachschlagewerk, wenn man diese schon beherrscht und sich bereits im klinischen Teil seiner Ausbildung/KPJ befindet. Da ich selbst erst auf einer chirurgischen Abteilung war, gefällt mir persönlich besonders gut der dritte Teil über Laborkontrollen und orale Antikoagulation und invasive Prozeduren, dieses Wissen lässt sich dort schnell anwenden.