Das Buch präsentiert sich beim ersten Eindruck als recht dünn und kompakt – also genau richtig für eine „WAAS nächste Woche ist KMP??“-Study –Session, oder eben um sich ein bisschen entspannt ins Thema einzulesen.

Die grundsätzlichen anatomischen und physiologischen Hintergründe werden gleich am Anfang jedes Kapitels nochmal einleuchtend erklärt. In jedem Kapitel findet man mehrere Fallbeispiele, die die manchmal doch eher trockene Theorie zur Anwendung bringen.

Was mich sehr anspricht sind die Lernziel-Kästen am Anfang jedes Kapitels. Außerdem findet man fast auf jeder Seite mindestens eine Grafik oder ein Bild. Ab und zu gibt’s zur Auflockerung ein paar geschichtliche Fun Facts, wie zum Beispiel, dass Hippokrates dachte, das Blut fließe von Leber und Milz zum Herzen um dort aufgewärmt zu werden.

Zu jeder Übergruppe der Herzerkrankungen findet man auch einen kurzen Absatz über Medikamente, wobei  der Fokus sicher nicht bei der Pharmakologie liegt, was beim Kaliber des Buches allerdings auch nicht erwartet werden darf.

Schön finde ich, dass jedes Kapitel mit einer kurzen Einführung startet; eine Zusammenfassung sucht man jedoch meistens vergebens.

Was mich an dem Buch etwas stört ist die eintönige Farbe: Sowohl die Kapitelüberschriften, als auch die Kästen, Grafiken und sonstigen wichtigen Überschriften sind alle in rot gestaltet. Meiner Meinung nach könnte man das noch etwas ansprechender gestalten.

Fazit:

Das Buch Herz-Kreislaufsystem der Reihe „Organsysteme verstehen“ ist für ein grobes Verständnis des Themas sicher kein Fehlgriff. Sowohl für jemanden, der sich kurz vor der KMP noch schnell was ins Kurzzeitgedächtnis hämmern will, als auch für jemanden, der sich zwar fürs Thema interessiert aber kein 500 Seiten Buch wälzen will.

Für jemanden, der sich kardiologisch berufen fühlt würde ich weiterführende Literatur definitiv empfehlen.

Ein neues Baby aus der BASICS-Familie! Es ist jetzt schon das dritte Buch dieser Reihe, welches ich gelesen habe, ich bin also ein BASICS Anhänger.  Bisher haben mir alle sehr gut gefallen. Den Aufbau schätze ich an allen Büchern dieser Reihe sehr. Ich bin ein Fan von übersichtlicher Strukturierung, daher kommt mir die Gliederung in Allgemeinen und Speziellen Teil, sowie die Fallbeispiele am Ende des Buches sehr gelegen.
Auch dieses BASICS glänzt mit Verständlichkeit, was unter Medizinbüchern keine SelbstVerständlichkeit ist.
Schaubilder und Beispielbilder pflastern, das in Farben sortierte Buch. Diese machen das Buch nicht nur besser zu lesen und zu verstehen, es kommt dadurch auch gleich zu einer klinisch-plastischeren Vorstellung des Krankheitsbildes, was mich beim Lernen sehr unterstützt.
Auch die Einteilungen und Klassifikationen, welche in diesem Fachgebiet sehr präsent sind, erklärt das Buch mit Darstellungen und Beschreibungen.
In meiner nächsten Prüfung wird auch das Stoffgebiet Orthopädie und Traumatologie mit abgeprüft und ich habe das Gefühl, dass dieses Buch einen guten Überblick über das Stoffgebiet gibt.
Es ist ein  Gusto-weckendes Hineinschmökern, in ein Fachgebiet, welches doch sehr divers ist.
Ich hätte mir von dem Buch ein bisschen mehr pathophysiologische Hintergründe und eventuell Histologische Bilder, welche Diagnosen wie Osteochondrom usw unterstreichen würden, gewünscht.
Ich selbst als chirurgisch Interessierte wäre auch über ein paar Operative Zugangswege und genauere Informationen zur Behandlung erfreut gewesen.

 Ein BASICS allerdings, soll einem die Basis eines Fachbereichs näherbringen und genau dies tut dieses Buch auch erfolgreich.
Außerdem wären kurze Anatomie-Wiederholungsbilder wie im Kapitel Malleolarfrakturen für alle Themen hilfreich gewesen, da man meiner Meinung nach einen Pathomechanismus erst richtig verstehen kann, wenn man die zu Grunde liegende Anatomie vor Augen hat.

Die Zusammenfassungen am Ende jedes Kapitels sind wie bei allen BASICS eine große Lernhilfe und dienen auch zur Selbsteinschätzung, ob man noch etwas nachlesen möchte oder ob man einen Überblick über das Kapitel gewonnen hat.

Dieses BASICS glänzt zwar mit dem altbewährten BASICS Aufbau, aber ist mir persönlich einfach etwas zu wenig.

Das „Taschenlehrbuch Anatomie“ ist mit mehr als 700 Seiten sehr umfassend und dabei in vier Kapitel aufgeteilt. Nach dem im ersten Kapitel die allgemeine Anatomie behandelt wird, wird im zweiten Kapitel der Bewegungsapparat genau unter die Lupe genommen. Kapitel Drei behandelt Brust-. Bauch-, und Beckeneingeweide und im letzten Kapitel werden Hals, Kopf sowie das Sinnes- und Nervensystem genauer beschrieben und erklärt.

Das Buch wird zwar als Taschenlehrbuch beschrieben, jedoch ist es mit seiner Größe und seinem Format alles andere als handlich und praktisch. Mit dem Kauf erwirbt der Leser nicht nur 700 Seiten geballte Anatomie, sondern erhält zusätzlich einen Zugang zu ausgewählten Online-Materialien des Thieme-Verlags.

Die erste Hälfte des Taschenlehrbuch ist im Vergleich zum „Taschenatlas Anatomie“ von Werner Platzer eher unübersichtlich, da vor allem zum Kapitel  Bewegungsapparat zu wenige Bilder eingearbeitet wurden. Die wenigen Bilder sind jedoch mit sehr verständlichen Bildbeschreibungen versehen worden. Über alle vier Kapitel hinweg sind die verschiedenen Tabellen sehr hilfreich und gut verständlich. Die vielen klinischen Hinweise, welche in allen Kapitel eingearbeitet wurden, sind ebenso sehr hilfreich und dienen vor allem dem Übergang vom theoretischen Wissen zur Praxis. Es muss an dieser Stelle jedoch auch erwähnt werden, dass der Aufbau des Buches nicht optimal ist um der Vorlesung zu folgen. Zudem ist der Inhalt vor allem dann zu umfangreich, wenn man sich „nur“ einen Überblick verschaffen will. Die Muskeltabellen, welche im Anhang vorzufinden sind, sind sehr gut strukturiert und für den Leser somit leicht verständlich. Leider wurden hier gar keine Bilder verwendet, deshalb dienen die Tabellen wohl eher der Wiederholung als dem ersten Kontakt mit der großen Welt der Muskeln.

Fazit: Das Buch ist sehr umfangreich und aufgrund der wenigen Bilder ist der Inhalt oftmals nicht ganz so klar verständlich wie er dies wohl mit Bildern wäre. Vor allem im ersten Studienjahr dient es daher eher zur Ergänzung als zum alleinigen Begleiter der Anatomie-Vorlesung.
Die „Formelsammlung Physik für Mediziner“ ist ein vierzig-seitiges Heftchen das versucht, alle für den Physikteil des Medizinstudiums relevanten Formeln an einen Ort zu bringen. Beim durchblättern fällt mir schnell auf, dass der Umfang weit größer zu sein scheint, als er an unserer Universität gelehrt oder geprüft wird. Los geht’s mit Mechanik über Wärmelehre und Elektrizitätslehre bis hin zu Schwingungen & Wellen, Optik und Ionisierender Strahlung. Die Kapitel sind dabei sehr nett farblich abgetrennt: Dies hebt die Atmosphäre der - doch recht trockenen - Natur des Büchleins etwas an. Unterüberschriften geben eine nachvollziehbare Struktur und die tabellenhaft gehaltene Auflistung ist dabei übersichtlich gestaltet. Die stichprobenartig von mir nachgeprüften Angaben waren alle korrekt.

Wie bereits oben erwähnt geht diese Formelsammlung etwas über den Pflichtvorlesungs-Soff hinaus. Dennoch beschränkt sich das Büchlein auf die unmittelbar Medizin-relevanten Formeln, Daten und Zusammenhänge. Ich habe es als nette Auffrischung meines Maturawissens empfunden durch das Heft zu blättern und kann die Formelsammlung all jenen Physik-begeisterten Kommilitonen empfehlen, die das Grundlagenwissen und die Sprache der Physik ein wenig beibehalten wollen.

Die KMP naht, man war eigentlich nie in der Vorlesung, hat nie mitgelernt und hat auch sonst überhaupt keine Ahnung über die Niere? – dann ist das Buch Organsysteme verstehen – Niere perfekt für einen gedacht.

Das Buch ist mit 14 Kapiteln und 154 Seiten schnell an 2-3 Tagen durchgearbeitet. Für Elsevier typisch sind die optisch schön aufgebauten Seiten mit einfachen, schnell verständlichen Abbildungen und hervorgehobenen Merk-Kästen mit den wichtigsten Fakten.

Sehr ansprechen an dem Buch sind die klinischen Fallbeispiele, die wie ein roter Faden durch die einzelnen Unterkapitel gezogen werden. Beispielsweise wird vor jedem einzelnen Unterkapitel der Leser wieder an das Fallbeispiel vom Kapitelanfang erinnert und nach seiner weiteren klinischen Vorgehensweise gefragt. Ein Beispiel: Person XY aus dem Fallbeispiel vom Kapitelanfang hat ein schweres nephrotisches Syndrom – wie soll weiter behandelt werden? Anschließend kommt das Kapitel: Behandlung des nephrotischen Syndroms.

Das Buch deckt die Histologie, Anatomie, Bildgebung und Physiologie perfekt ab. Mir persönlich kommt in diesem Buch die Pharmakologie ein bisschen zu knapp, darauf liegt aber auch nicht der Fokus dieses Buches.

Das Buch ist leicht verständlich geschrieben und gut zu lesen, sodass man die einzelnen Kapitel richtig gut von Beginn an durchlesen kann ohne Verständnisschwierigkeiten zu haben. Positiv ist hervorzuheben, dass neben der Nephrologie des Erwachsenen auch auf Kinder eingegangen wird, und die Unterschiede zu Erwachsenen hervorgehoben werden!

Fazit:

Es handelt sich um ein leicht geschriebenes, optisch sehr gut aufbereitetes Buch, das alle Grundlagen zur Niere abdeckt. Das Buch ist vor allem für Studierende geeignet, die den Stoff rund um die Niere ohne Vorwissen zu lernen beginnen. Für Fortgeschrittene, die sich in die Nephrologie spezialisieren wollen, ist dieses Buch eher nicht geeignet, wenn dann nur als Wiederholung der Basics.

Das Buch – Basics Nephrologie und Rheumatologie – von Kassumeh Stefan und Reindl-Schwaighofer Roman gibt einen umfassenden Einblick in die Fächer Nephrologie und Rheumatologie. Die wichtigsten Aspekte dieser Fächer werden sehr anschaulich dargestellt. Gleich zu Beginn werden die Grundlagen der Nephrologie, vor allem auch die physiologischen Grundkenntnisse, gefolgt von den Grundkenntnissen der Rheumatologie, dargestellt, wobei der Nephrologie mehr Bedeutung in diesem Buch zugeteilt wird. Es wird versucht, die Komplexität dieser Themen möglichst verständlich darzustellen. Im Spezialteil folgen zuerst Diagnostik und Therapie der akuten und chronischen Niereninsuffizienz, der Glomerulopathien und der systemischen Erkrankungen mit Nierenbeteiligung. Der Abschluss der Nephrologie bilden die verschiedenen Möglichkeiten der Nierenersatztherapie. Im zweiten Teil, welcher der Rheumatologie gewidmet und kürzer gehalten ist, wird vor allem Wert auf die Diagnostik und Therapie der rheumatoiden Arthritis, der Spondylarthritiden, Kollagenosen und Vaskulitiden gelegt.

Die jeweiligen Themen werden auf jeweils einer oder zwei Doppelseiten sehr anschaulich dargestellt. Zusätzlich findet sich am Ende von jedem Kapitel eine Zusammenfassung, welche sich sehr gut für das Abschließen eines jeden Kapitels, wie auch für die Wiederholung eignet. Das übersichtlich gestaltete Layout des Buches, welches farblich hervorgehobene Bilder, Tabellen und übersichtliche Darstellungen enthält, macht das Arbeiten mit diesem Buch sehr angenehm. Das Buch stellt eine sehr gute Vorbereitung für das KPJ Modul Innere Medizin, wie auch für Famulaturen, vor allem im Bereich Nephrologie und Rheumatologie, dar. Praxisrelevantes Wissen kann einfach erlernt und gefestigt werden, ohne dabei zu sehr ins Detail zu verfallen. Mit Hilfe dieser 149 Seiten kann ein nephrologisches und rheumatologisches Grundwissen, welches wichtig für jede/n Mediziner/in ist, geschaffen werden.

 

Fazit: Basics Nephrologie und Rheumatologie erklärt ein großes Spektrum an internistischen Krankheitsbildern. Es ist flüssig zu lesen, gut nachvollziehbar und didaktisch sehr gelungen. Allerdings ist es sicherlich von Vorteil, wenn bereits Grundkenntnisse in der Physiologie vorhanden sind. Ich kann dieses Buch jedem Innere Medizin-ambitionierten Studenten, wie auch als Vorbereitung für das Klinisch-Praktische-Jahr, sehr empfehlen!

Der Taschenatlas Neurologie mit 560 Seiten gliedert sich in die großen Kapitel: Grundlagen, Funktionssysteme, Syndrome, Krankheitsbilder und Neurologische Untersuchungsmethoden. Am Ende dieser genannten Kapitel gibt es auf 120 Seiten Tabellen, die das Wichtigste noch einmal kurz und anschaulich zusammenfassen und auf welche in den Kapiteln davor verwiesen wird.

Wenn man den Taschenatlas aufschlägt sticht zu allererst die sehr kleine Schrift ins Auge und die voll beschriebenen Seiten. Wie in den meisten Taschenatlanten findet man auf der linken Buchseite den Text und auf der rechten Seite die dazugehörigen Abbildungen. Punkten kann der Taschenatlas definitiv für sein kleines Format.

 

Inhaltlich ist der Taschenatlas sehr leicht und gut verständlich zu lesen und deckt das Wichtigste grob ab. Vor allem die Abbildungen in den Kapiteln Syndrome und Krankheitsbilder sind sehr gut gezeichnet und man erkennt bei allen Abbildungen, mit welcher klinischen Symptomatik sich die Personen präsentieren. Gerade die vielen Abbildungen im Taschenatlas erleichtern das Lernen und Verstehen des Textes immens.

 

Fazit: Bevor man sich für den Taschenatlas Neurologie entscheidet, lohnt es sich einen Blick in das Buch zu werfen. Ich finde gerade bei Taschenatlanten hängt es vom Lerntyp ab, ob diese Bücher für einen geeignet sind, denn auch die „Optik“ eines Buches (Schriftgröße, Schriftart und Bilder) hat einen entscheidenden Faktor am Lernerfolg.

Inhaltich deckt der Atlas alles zur Neurologie grob ab, und er hat auch ein super kleines Format um ihn bei Famulaturen mitzunehmen zum Nachschlagen. Für das Lernen auf eine KMP würde ich den Taschenatlas als Ergänzung zu einem großen Lehrbuch empfehlen, wobei es hier auch davon abhängt welcher „Bücher-Lerntyp“ man ist.